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Allgemeine Genossenschaftsgrundlagen

Wohnungsbaugenossenschaften waren früher „Vereine zur Herstellung von Wohnungen“ Diese Bezeichnung knüpfte an die Anfänge der Bauvereinsbewegung in der Mitte des 19. Jahrhunderts an. In Tradition ihrer Gründer vertrauen Genossenschaftsmitglieder auf die ethischen Werte Ehrlichkeit, Offenheit, Sozialverantwortlichkeit und Interesse an anderen Menschen.

Zweck der Genossenschaft ist nicht die Gewinnmaximierung sondern die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung. Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben, veräußern, vermitteln und betreuen. Sie kann alle im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören Gemeinschaftsanlagen, Läden, Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen, Beteiligungen sind zulässig.

Genossenschaften sind Wertegemeinschaften, die in der Regel Ziele verfolgen, die über reine Wirtschaftsbetriebe hinausgehen. Die grundlegenden Werte sind die Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Gleichheit und Solidarität. Alle Mitglieder sind unabhängig von Ihren eingebrachten Leistungen bzw. Einlagen gleichberechtigt (Demokratieprinzip).

Das Eigenkapital einer Genossenschaft besteht aus den Einlagen, die das einzelne Genossenschaftsmitglied in das Genossenschaftsvermögen einzahlt und nur mit diesem Vermögen bzw. Einlagen ist die Genossenschaft haftbar zu machen