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VERMÖGENSBILDUNG

1. Vermögensbildung mit der ratio eG

Falls Ihr Arbeitgeber keine Zuzahlung leistet, können Sie diese Zahlungen auch selbst übernehmen oder aufstocken. Um die Kategorisierung als Vermögenswirksame Leistungen und damit die entsprechende staatliche Förderung zu erhalten, müssen die Einzahlungen jedoch in jedem Fall über Ihren Arbeitgeber erfolgen. Gemäß dem Fünften Vermögensbildungsgesetz fördert der Staat Vermögenswirksame Leistungen mit einer Arbeitnehmersparzulage.

Die Höhe der Arbeitnehmersparzulage ist abhängig vom zu versteuernden Einkommen und der vom Arbeitnehmer gewählten Anlageform. Die Anlageform des Beteiligungssparens zu der beispielsweise der Erwerb von ratio Genossenschaftsanteilen zählt, erhält hierbei innerhalb festgelegter Einkommensgrenzen die höchste Arbeitnehmersparzulage. Während Bausparverträge immer noch die am häufigsten gewählte Anlageform darstellt, bietet nur das Produktivsparen im Rahmen eines Beteiligungsvertrages wie Sie ihn als Mitglied bei der ratio Wohnungsbaugenossenschaft eG abschließen, eine staatliche Förderung von bis zu 20 Prozent (bei Bausparverträgen beträgt die Förderung nur 9%).

Zusammenfassung: Die Arbeitnehmer-Sparzulage erhalten Sie unter folgenden Vorraussetzungen:

  • Ihr Arbeitgeber überweist für Sie
    Vermögenswirksame Leistungen.
  • Die Leistungen werden an ein
    vom Staat zertifiziertes Anlageinstitut überwiesen.
  • Sie wählen das Anlageinstitut selbst.
  • Ihr zu versteuerndes Einkommen befindet sich innerhalb der definierten Einkommensgrenze von bis zu 20.000 € für Alleinstehende bzw. 40.000 € für  Verheiratete pro Jahr*.

Seit dem 1.1.1999 besteht die Möglichkeit, zwei verschiedene VWL-Anlageformen gleichzeitig mit den staatlichen Prämien gefördert zu bekommen. Innerhalb von Einkommensgrenzen haben Sie also die Möglichkeit, zwei Anlageformen, also beispielsweise Bausparen und Genossenschaftssparen gefördert zu bekommen.
Als Mitglied unserer Wohnungsbaugenossenschaft haben Sie überdies die Möglichkeit, für über den Maximalbetrag hinausgehende Sparanlagen zusätzlich entsprechend dem Wohnungsbauprämiengesetz eine staatliche Förderung von 8,8% zu erhalten.

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Beispiel der staatlichen Förderung bei Genossenschaftssparen

Karin M. ist eine allein stehende Steuerfachangestellte aus Halle (Saale) mit einem Bruttoverdienst von 1.600 € pro Monat. Von ihrem Arbeitgeber erfährt sie, dass sie Anspruch auf monatlich 26 € Vermögenswirksame Leistung hat. Sie möchte die maximale Arbeitnehmersparzulage ausschöpfen und bittet daher ihren Arbeitgeber zu den von ihm geleisteten Anteil von 26 € zusätzlich 14 € von ihrem Gehalt abzuziehen und für sie anzulegen.

Sie bewirbt sich um eine Mitgliedschaft bei der ratio Wohnungsbaugenossenschaft eG und erwirbt Genossenschaftsanteile. Seither überweist Karin M.’s Arbeitgeber jeden Monat 40 € direkt auf Ihr Mitgliedskonto bei der ratio eG, das sind 480 € im Jahr. Weil Karin M. innerhalb der definierten Einkommensgrenze liegt, bekommt sie vom Staat eine jährliche Förderung von 80 € Arbeitnehmersparzulage für Vermögenswirksame Leistungen plus 7,04 € Wohnungsbauprämie. Insgesamt erhält sie somit eine staatliche Förderung von 87,04 € pro Jahr und das für nur einen Sparvertrag!
Überblick über Karin M’s Vermögensbildung:
Sparleistung 40 € pro Monat = 480 € pro Jahr

20 % Arbeitnehmersparzulage für 400 €
bis zu einem zu versteuernden Einkommen
unter 20.000 € (Ledig), 40.000 € (Verh.)
= 80 € pro Jahr

8,8 % Wohnungsbauprämie für 80 €
durch Arbeitnehmersparzulage
ungeförderter Teil der Sparleistung
= 7,04 € pro Jahr

Zusammenfassung
Zahlung durch Arbeitgeber    312,00 €
Zahlung durch Karin M.          168,00 €
Staatliche Förderung               87,04 €